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Qi Gong

Qi Gong ist eine Jahrtausende alte ganzheitliche Methode der traditionellen chinesischen Medizin, mit der wir das Qi, die  Lebensenergie, die allen körperlichen und geistigen Funktionen zugrunde liegt, aktivieren, nähren und in einer ausgeglichenen Weise in unserem Körper verteilen können. Der Begriff Qi Gong wird erst seit  den fünfziger Jahren für Energieübungen in Stille und Bewegung verwendet, in der überlieferten Tradition spricht man von Yangshen (Pflege des Lebens) und Daoyin (Übungen des Dehnens und Leitens). Man  unterscheidet “Bewegtes Qi Gong” (Übungen in Bewegung im Sinne von Heilgymnastik, die auf ein verbessertes Körperbewußtsein, verringerten Energieaufwand und größere Vitalität abzielen) als auch Übungen des

“Stillen Qi Gong”, das sind meditative Übungen in Ruhe, die über das Lenken des Atems und der Vorstellungskraft Qi in bestimmte Regionen des Körpers lenken und auf einen klaren und ruhigen Geist und  tiefe Selbstbewußtheit abzielen. Im Gegensatz zur langen Form des Taiji Quan beinhaltet Qi Gong mehrere kurze in sich abgeschlossene Übungen, die dadurch etwas leichter zu erlernen sind. Die auf den  vorangegangenen Seiten dargestellten Grundprinzipien und Aspekte gelten gleichermaßen für beide Taiji Quan und Qi Gong, Formen, wie z. B. der zentrale Begriff “Wu Wei”, Nicht- Handeln.

Wu Wei - Absichtsloses Tun

Eckhart Tolle beschreibt mit dem Ausdruck "Handeln durch Hingabe" das selbe Prinzip, an dem sich auch die daoistischen Bewegungskünste orientieren:

"Durch Widerstandslosigkeit wird die Qualität deines Bewusstseins und damit auch die Qualität all dessen, was du tust oder erschaffst, außerordentlich gesteigert. Was dabei herauskommt, spiegelt diese Qualität wider und spricht für sich. Wir können es als »Handeln durch Hingabe« bezeichnen. (...) Hingabe besteht in der einfachen, aber tiefgreifenden Weisheit, sich lieber dem Strom des Lebens anzuvertrauen, als sich ihm zu widersetzen. Der einzige Ort, an dem du den Strom des Lebens erfahren kannst, ist das jetzt; Hingabe heißt also, den gegenwärtigen Augenblick ohne Bedingungen und Vorbehalte anzunehmen Es bedeutet, den inneren Widerstand gegen das, was ist, aufzugeben. (...) Wenn du das akzeptierst, was ist, befreist du dich sofort von gedanklichen Identifikationen und verbindest dich wieder mit dem Sein. Widerstand leistet das Denken. Hingabe ist ein rein inneres Phänomen. Sie bedeutet nicht, dass du nicht mehr im Äußeren aktiv werden und etwas an den Umständen ändern könntest."

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